Nathaly Stark
Stark für Ihr Pferd

Blutegeltherapie

 Die Blutegeltherapie ist ein Naturheilverfahren und gehört zu den ältesten Verfahren überhaupt. 

Sobald der Egel gebissen hat gibt er Entzündungs- und Schmerzhemmende Substanzen in ab. Außerdem werden Blutgerinnungshemmende Substanzen in die Wunde abgegeben. Daher verschließt sich die Wunde nicht gleich wieder. Die Bisse der Blutegel können bis zu 12 Stunden nachbluten. 

Die abgegebenen Substanzen wirken im Umkreis von ca. 10 cm rund um die Bissstelle. 

Die Einsatzgebiete für Blutegel ist fast grenzenlos. 

Die Blutegeltherapie wird eingesetzt zur Behandlung von: 


- Gelenksentzündungen

- Abszesse

- Hufrehe 

- Spat/Schale (Arthrosen)

- Huflederhautentzündung

- Band- und Sehnenverletzungen

- Wundbehandlungen

- Hämatome (alte und frische Blutergüsse)

- Sommerexem

- Einschuß (Phlegmone)

- Satteldruck

- Mauke

- Narben

- Piphacken

- Schleimbeutelentzündung u.v.m. 


Behandlungsablauf


Die Blutegel werden an die gewünschte Stelle gesetzt. Der Egel beißt nach kurzer Zeit und beginnt mit dem Saugvorgang. Er heftet sich dann mit seinem Hinterteil meist neben seine Bissstelle und saugt ca. 20 Min. bis 2 Stunden. Danach läßt der Egel einfach los und die Bissstelle blutet tropfenweise nach. Die Nachblutung kann bis zu 12 Stunden andauern und dient der Reinigung der Wunde.

Um eine Infektion der Bissstelle zu vermeiden, darf er auf keinen Fall gewaltsam entfernt werden!!   

Die kleine Wunde darf auf keinen Fall abgebunden werden, diese Nachblutung ist richtig und gewollt. Bis die Nachblutung nachläßt ist es ratsam das Pferd nicht in tiefen Matsch zu stellen um eine Infektion zu umgehen. Sobald die Wunde verschlossen ist besteht keine Gefahr mehr. 

Je nach Indikation reicht oft schon nur eine oder wenige Behandlungen um einen nachhaltigen Erfolg zu erzielen. 

Schwellungen gehen zurück und Schmerzen werden gelindert. 

Bei chronischen Beschwerden ist eine Regelmäßige Behandlung jedoch sehr sinnvoll. 

In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass es zu einem Juckreiz rund um die Bissstelle kommt. Der Juckreiz klingt aber nach 1-2 Tagen wieder ab. 

Gönnen Sie ihrem Liebling nach der Behandlung einen Tag frei, oder spazieren Sie durch die Wälder. Die Behandlung kann die Pferde manchmal etwas anstrengen, aber keine Angst, auch das verschwindet sehr schnell wieder. 


Nichts für schwache Nerven

Entzündete Genickbeule, auf Anweisung des behandelnden TA wurde die Blutegeltherapie empfohlen.

Zuerst hat sich auf der Genickbeule ein Abszess gebildet, nach der 1. Behandlung eröffnete sich der Abszess am 2. Tag nach der Behandlung. Danach wurde erneut nach einer Woche geegelt. Um die Heilung voran zu treiben wurde nach einer Woche wieder geegelt, hier sah man das sich ein zweiter Abszess bildet. Auch dieser wurde mit Blutegeln (in Absprache mit dem TA) behandelt. Dieser eröffnete sich ebenso nach bereits einem Tag. 

Nach nochmaliger Rücksprache mit dem TA wird das Pferd nun nochmals der Tierklinik vorgestellt. Wir hoffen aber, dass eine OP nicht mehr nötig sein wird.